SV Einheit Bernburg

Salzlandliga – 2019/20

Hintere Reihe v. links:
Jonas Souschek, Peter Henze, Nils Nietschmann, Ricardo Kupka, Marco Schule
Mittelreihe  v. links:
Thomas Souschek (Präsident), Lothar Kral (Sportlicher Leiter), Benjamin Kuhn, Alexander Rettinger, Matthias Helbig, Tobias Westphal, Mario Schwarz, Vincent Luthe, Norbert Lehmann (TR), Mathias Müller (Co-TR)
Sitzend v. links
Niklas Walcer, Steven Christmann, Eric Käding, Hannes Kreß, Tim Apel, Wais Salehzada
Es fehlen:
Björn Bettinger, Markus Klaes, Leroy Kupka, Stefan-Claus Thol, Mathias Krug, Matthias Wiedensee
Kaputzenpullis für die 1.Herrren (Sponsor: Fa. Martens)


 Kader u. Zielstellung

Spielplan u. Tabelle / Salzlandliga 2019-20

Über die abgelaufene Saison 2018/19 kann man sich ausführlich im Archiv informieren


News u. Spielberichte


10.11.2019 11.ST Salzlandliga
SV Einheit Bernburg – SC Seeland 7:0 (4:0) (Statistik)


03.11.2019 10.ST Salzlandliga
SV Plötzkau 1921 – SV Einheit Bernburg 1:3 (0:3) (Statistik)


20.10.2019 9.ST Salzlandliga
SV Einheit Bernburg – SC Seeland 2:0 (1:0) (Statistik)


20.10.2019 8.ST Salzlandliga
SV Einheit Bernburg – SV Blau-Weiß Pretzien 2:0 (0:0) (Statistik)


06.10.2019 7.ST Salzlandliga
TSG Unseburg/Tarthun – SV Einheit Bernburg 2:6 (1:2) (Statistik)
(Kurzberichte 7.ST)


29.09.2019 6.ST Salzlandliga
SV Einheit Bernburg – SV Wacker 04 Felgeleben 2:2 (0:1) (Statistik)

Sorry, aus gesundheitlichen Gründen gibt es keinen Spielbericht.


22.09.2019 5.ST Salzlandliga
SV Rot-Weiß Groß Rosenburg – SV Einheit Bernburg 1:4 (0:2) (Statistik)

Einheit knüpft an die guten Leistungen letzten Spiele an
Bei herrlichem Spätsommerwetter, aber auf sehr harten und etwas holprigen Geläuf, übernahmen die Kreisstädter sofort die Initiative. Das Aufbauspiel aus der Abwehr heraus war schon jetzt gut anzusehen, doch im der gefährlichen Zone fehlte es noch an Präzision beim finalen Pass. So war es erstmal ein Distanzschuss von Mannschaftskapitän Marco Schule, der ein erstes Achtungszeichen setzte und dessen Ball  am Pfosten vorbei zischte. Trotzdem, das Einheitsystem wirkte schon und ließ dank einer guten Staffelung in allen Mannschaftsteilen den Gastgeber kaum Raum und Zeit für ein geordnetes Aufbauspiel. Mit zunehmender Spielzeit wurde auch das Kombinationsspiel der Bernburger immer sicherer. Und in der 29.Spielminute wurde dies auch belohnt. Ein starker Wais Salehzada, der über weite Strecken dieses Mal sehr mannschaftsdienlich agierte, setzte sich bei seinem Solo gegen zwei Gegenspieler durch und brachte den Ball noch zu Vicent Luthe. Das der nicht so viele Chance braucht, zeigte er in dieser Szene, verarbeitete den Ball mit der Picke und es stand 0:1. Das Tor war jetzt auch schon sehr verdient und hatte sich angekündigt. Dann, 37., wieder ein schöner Spielzug über links mit Eckball als Folge, doch Mathias Krugs Kopfball verfehlte das Gehäuse knapp.
Die 45.Spielminute war wieder Luthe vorbehalten, der im Strafraum mit einer Körpertäuschung zwei Gegenspieler vernaschte und das Spielobjekt mit viel Auge ins lange untere Eck schob – 0:2 Pausenstand. Von den Gastgebern, die bis dato Felix Rzepka, der wieder das Einheittor hütete, nicht einmal ernsthaft forderten, war bis dahin nicht viel zu sehen.
Zur 2.Halbzeit kamen die Groß Rosenburger mit einigem Druck aus der Kabine. Ihnen gehörten dann auch die ersten verheißungsvollen Situationen. Gleich mit Wiederanpfiff des über das gesamte Spiel viel Ruhe ausstrahlenden Schiedsrichters, Steffen Grafe, zog Lucas Dübecke aus der Drehung von der 16m Linie ab – doch der Schuss ging knapp an der Kiste vorbei. Auch bei seiner nächsten Aktion in der 51.Spielminute verfehlte er aus der Distanz das Tor.
Jetzt besannen sich aber auch wieder die Bernburger auf ihre spielerischen Qualitäten. Schon im Gegenzug setzte sich Krug im linken Strafraum der Gastgeber durch und passte von der Grundlinie auf den völlig freien Luthe, der diesmal aber den Rosenburger Schlussmann anschoss – diese 100%ige war wohl zu einfach ;-). Drei Minuten später war es aber dann doch soweit, Krug erhielt einen Pass aus dem Mittelfeld und bediente im Strafraum Nils Nietschmann, der den Ball, technisch sehr gekonnt,  zum 0:3 versenkte. Nun waren sie wieder da, die tollen Torchancen. In der 63.Spielminute ging Wais rechts auf und davon und schießt seine 100%ige, wohl etwas egoistisch, am rechten Pfosten vorbei. Schade Wais, damit hättest Du Deine gute Leistung belohnen können. Aber, wenn Du Dich zum Abschluss entschließt, musst Du treffen, andernfalls waren zwei Mitspieler neben Dir völlig frei und hatten den besseren Einschusswinkel. In der 68.Spielminute war es dann Schule, der mit seinem Freistoß von der Mittellinie den aufgerückten Stefan Thol fast an der Grundlinie fand, der platzierte seinen Kopfball am langen Pfosten,  wo Krug für das 0:4 zur Stelle war. Jetzt war der Sack endlich zu. Einheit steckte im Tempo etwas zurück und musste wohl auch seinem hohen Tempo im Mittelfeld etwas Tribut zollen. So kamen die Gastgeber, denen an diesem Tag die spielerischen Mittel fehlten, noch etwas auf und forderten auch noch den Einheittorwart. Zunächst setzte Justin Denndorf einen wuchtigen Kopfball (84.)knapp übers Tor. Dann musste Rzepka beim Distanzschuss von Florian Thees sein ganzes Können aufbieten, um den Ball um den Pfosten zu lenken. Dazwischen hatten aber auch nochmal die Einheitspieler erfolgversprechende Konterchancen, nach zwei Sturmläufen des eingewechselten Karl Kniesche, über die rechte Seite. Dann die 90. Spielminute, noch einmal versucht es Groß Rosenburg und dieses Mal hat Michael Meyer das Glück und bringt seinen Distanzschuss im Einheittor, unhaltbar für den Torwart, unter.
Am Ende siegte der SV Einheit hoch verdient, auch in der Höhe, weil die Mannschaft spielerisch, technisch und taktisch klar das bessere Team war, gegen einen Gegner der stets motiviert war und um eine Resultatsverbesserung sich bemühte und diese mit dem Ehrentor verdientermaßen auch schaffte. Zu bemerken noch, das sehr sportlich faire Verhalten des Groß Rosenburger Spielers Philipp Dauch, der mit seiner Aussage beim Schiedsrichter die Ampelkarte gegen Nils Nietschman verhinderte. Auch der Schiedsrichter zeigte hier Courage und nahm die Karte zurück – danke an alle, für diese Einstellung.


14.09.2019 4.ST Salzlandliga
SV Einheit Bernburg  – Egelner SV Germania 6:0 (4:0) (Statistik)

Mario Schwarz erzielte drei Tore

Mit grandioser Leistung Kantersieg
Herbstfest beim SV Einheit Bernburg, bestes Spätsommerwetter, gut bespielbarer Rasen – das waren die günstigsten Begleitumstände, die unseren SVE am Samstag zum Sieg tragen sollten. Aber da war ja noch der Gegner, der Egelner SV Germania, aktueller Tabellenzweiter und Spielverderber vor den Weihnachtsfeiern des SV Einheit in den letzten beiden Jahren. Die Platzherren waren also gewarnt.
Dass sie sich für dieses Spiel einiges vorgenommen haben, machten sie schon in den ersten Spielminuten unmissverständlich deutlich. Dabei hatten sie sich vorgenommen, an das gut ansehnliche Passspiel vom Pokalspiel in Wespen anzuknüpfen. Und um es vorweg zu nehmen, dieses Ziel erreichten sie über die gesamten 90 Minuten nahtlos. Von Beginn an kombinierten die Lehmannschützlinge flüssig und mit großer Ballsicherheit.
So gelang bereits in der 7.Spielminute ein prima Spielzug mit erfolgreichen Zusammenspiel zwischen Mathias Krug und Wais, der letztlich technisch versiert das 1:0 markierte. So konnte es weiter gehen. Aber noch wehrten sich die Gäste und hatten in der 10.Spielminute durch Jan Luckner, der am Bernburger Fünfmeterraum in Ballbesitz kam, aber mit seinem Schuss nur das Außennetz rasierte, die erste und gleichzeite letzte gefährliche Gästeaktion Richtung Einheittor, obwohl ihr Torjäger Andreas Janott seine technischen Möglichkeiten mehrfach zeigte, aber sich letztlich in bissigen Einheitspielern immer wieder fest rannte.
Nach einer Viertelstunde kam dann das Einheitspiel so richtig ins Laufen. Genaues Passspiel, vorgetragen mit hohem Tempo, das waren die entscheidenden Markenzeichen der Einheitspieler an diesem Samstagnachmittag. Bevor es aber ans muntere Toreschießen ging, hatte Egelns Torwart Hildebrandt bereits mit drei Glanzparaden gegen Wais und bei Marco Schules Doppelchance seine Mannschaft vor einem größerem Rückstand bewahrt. Danach sollten Minuten folgen, in denen Einheit Umkehrspiel vom feinsten zeigte. Immer wieder mit der selben Masche, Diagonalpass aus dem Mittelfeld auf den äußerst agilen Mario Schwarz, der setzt sich meistens über rechts kommend durch und versenkt nach top Ballmitnahme die Kugel im langen unteren Eck. Eine Minute später wurde Krug auf dieselbe Art und Weise mit einem Superpass von Stefan Thol bedient und es stand 3:0. Von diesem Doppelschlag sollten sich die Gäste an diesem Tag nicht mehr erholen. Einheit bestimmte auf allen Positionen klar des Spielgeschehen. Einen Schwachpunkt sollte man nicht ausmachen können. Nein, der Ball lief sehr gut durch die eigenen Reihen, weil die Laufbereitschaft aller Spieler da war und auch der Biss. Das bereitete den Zuschauern viel Spaß, aber auch der Mannschaft  tat diese Spielfreude sichtlich gut. Diese führte natürlich zu weiteren Torchancen. Als in der 38.Spielminute Schule mit einem langen Ball auf der rechten Seite Krug bediente und der sich geschickt gegen zwei Gegenspieler durchsetzte, kam das Spielobjekt wieder zu Schwarz, der seine Schnelligkeit nutzend das 4:0 markierte. Bis zur Pause wurde dann Hildebrandt noch zweimal von Schwarz und Wais zu Paraden gefordert. Und da war dann noch die Chance von Dreh – und Angelpunkt im Einheitspiel Benjamin Kuhn, dessen Kopfball nach Ecke im Winkel landete und von dort Hildebrandt in die Arme sprang.
Die zweite Spielhälfte begann wieder mit einer Schwarzchance (47.), nach Flanke von Steven Christmann. Danach, 54., ein Riesenkonter über die Stationen Schwarz, Christmann, Krug und Wais, der aber noch nicht zum fünften Treffer führte. Auch bei Thols Kopfball (58.) nach einer Flanke von Nils Nietschmann war es noch nicht soweit. Aber dann, ein Ruf von Wais, ein Sensationspass von Tobias Westphal und ein Heber über den herausstürzenden Torwart hinweg und er war da, der Treffer zum 5:0. In der 64.Spielminute dann ein mustergültig vorgetragener Angriff über den auf der rechten Außenbahn gestarteten Thol, der zur Grundlinie durchging und mit seinem Querpass auf den im Zentrum mitgelaufenen Schwarz einen dankbaren Abnehmer fand – 6:0 und damit dessen drittes  Tor im Spiel. Die Gastgeber ließen es nun sichtlich ruhiger angehen, verloren aber nie die Spielkontrolle. So blieb es am Ende bei diesem deutlichen und auch in der Höhe verdienten Ergebnis, dass ohne Hildebrandts gute Paraden leicht hätte auch noch höher ausfallen können.
Fazit: Die Zuschauer sahen eine ihrem Gegner in allen Belangen überlegene Einheitmannschaft. Auch wenn bei den Gästen der eine oder andere Spieler nicht am Start war, soll die sehr gute spielerische leistung der Platzherren nicht geschmälert werden, wenn gleich man den Erfolg im Einheitlager auch nicht überbewerten wird.  Das Spiel zeigte jedoch, dass die vielen jungen Spieler, auch bei Einheit fallen Woche für Woche Spieler aus,  nun langsam bei den Männern Tritt fassen und das ist gut so und macht Hoffnung für die nächsten  Spiele. Weiter so Jungs!


08.09.2019  Salzlandpokal – 2.Runde:
FSV Wespen  –  SV Einheit Bernburg 0:8 (0:5) (Statistik)
(Alle Spiele – 2.Runde)

Einheit zieht souverän ins Pokal-Achtelfinale ein
In der 2.Runde des Salzlandpokals hatte sich der SV Einheit Bernburg mit dem aktuellen Tabellenletzten der Kreisliga auseinanderzusetzen. Also war klar, welcher Seite die Favoritenrolle zukam. Doch die Bernburger waren gewarnt, mussten doch schon in der ersten Pokalrunde einige höherklassige Teams die Segel streichen und wie sich auch in dieser zweiten Runde zeigen sollte, flogen wieder einige Favoriten aus dem Rennen.
Darum waren die Saalestädter gut beraten, den Gegner nicht zu unterschätzen und konzentriert zu Werke zu gehen.
Allerdings hatten sie so ihre Startschwierigkeiten, sich auf den kurzen und schmalen, aber sehr gut gepflegten Platz und auf die kämpferische Einstellung der Gastgeber einzustellen. Die Lehmannschützlinge, die an diesem Pokalsonntag auf einige Leistungsträger, wie unter anderen Torwart Eric Käding, Matthias Helbig oder auch Alexander Rettinger verzichten mussten, boten dafür erstmals in einem Pflichtspiel im Tor Felix Rzepka (SSC Weißenfels) auf, der für Einheit ein Zweitspielrecht besitzt, sowie Benjamin Kuhn und Vincent Luthe bekamen nach Verletzungspausen längere Einsatzzeiten. Die forsche Spielweise der FSV Spieler verfehlte zunächst ihre Wirkung nicht. Es dauerte doch eine Viertelstunde ehe der Salzlandligist im Spiel war und so ging das Spiel auf und ab, ohne dass die Torhüter wirklich Arbeit bekamen. Daran änderte auch die abgerutschte Flanke von Mario Schwarz zunächst nicht viel, die sich zum Führungstor der Gäste im langen Eck senkte. Einheit fand nun zwar ganz langsam zu konstruktiven Spielzügen und man hatte erkannt, dass lang geschlagene Bälle auf dem kurzen Platz zu oft nicht erreicht werden konnten, aber noch hielt der Gastgeber mit allem was er hatte gegen. Als aber den Bernburgern in der 30.Spielminute ein wunderschöner Angriff über die rechte Seite, mit dem finalen Pass von Luthe auf den im Strafraumzentrum einlaufenden Wais Salehzada gelang, brauchte letzterer nur einschieben und es stand 0:2. Für einen Doppelschlag sorgte eine Minute später Schwarz, der den Wespener Torwart austanzte und zum 0:3 einschob.
Jetzt lief das Einheitspiel doch passabel und es wurde schön von hinten heraus mit Kurzpassspiel kombiniert. Dies sollte, noch vor der Pause, zu zwei weiteren Treffern führen. Zunächst war es der aufgerückte Kuhn, der nach einem Eckball seine Freiheit im Strafraum zum platzierten Kopfball nutzt, der das 0:4 (34.) brachte und dann zeigte Luthe seine Torjägerqualitäten, als er eine langen Ball sehr gut verarbeitete und den Wespener Torwart mit einem Heber zum 0:5 (37.) überwand. Noch weitere Möglichkeiten blieben bis zur Pause ungenutzt.
Nach der Pause war es ein ähnliches Spiel. Aber in den ersten Minuten waren die Gastgeber sehr um einen Anschlusstreffer bemüht. Fast wäre ihnen dieser auch gelungen, doch ein direkter Freistoß in der 50.Spielminute, getreten von Patrick Haberkorn, krachte ans Lattenkreuz. Fünf Minuten später machten es die Einheitspieler noch besser. Freistoß Nils Nietschmann auf Wais und der versenkte die Kugel zum 0:6. Einheit hatte nun das Spielgeschehen wieder fest in der Hand, man versuchte gut von hinten heraus zu kombinieren, auch wenn nicht immer alles gelang.
In der 69.Spielminute eroberte sich, der gut aufgelegte Schwarz das Spielobjekt, bediente Luthe in der Spitze gedankenschnell und dieser nutzte diese gute Chance konsequent zu seinem zweiten Treffer im Spiel. Prima Vincent, das macht Hoffnung auf weitere Tore von dir. Und noch eine flüssige Kombination mit dem finalen Pass vom eingewechselten Jonas Souschek auf Schwarz, der seine gute Leistung an diesem Tag mit seinem dritten Treffer zum 0:8 Endstand krönte.
Fazit: Die Einheitspieler boten eine gute Leistung, waren bestrebt um flüssiges Passpiel, was ihnen über weite Strecken gelang. Besonders für die jungen Spieler, von denen nicht weniger sieben 18 – 20jährige auf dem Platz standen und eine prima Leistung abriefen, war dieses Spiel eine gute Gelegenheit weiter in die Mannschaft hineinzuwachsen und sich Spielpraxis zu holen. Bemerkenswert, dass sie sich auch nicht sonderlich von der couragierten Spielweise der Gastgeber beeindrucken, geschweige denn provozieren ließen, auch wenn sie sich trotzdem zwei Verwarnungen abholten.
Das letzte Kompliment gehört den Gastgebern, die trotz der hohen Niederlage bis zum Schlusspfiff versuchten gegenzuhalten, aber letztlich nicht in der Lage waren, ob der sicheren Einheitabwehrreihe, unseren Felix Rzepka im Tor auch nur einmal zu prüfen, sodass er einen sehr ruhigen Sonntag auf dem Platz verbrachte.


Salzlandliga

01.09.2019  3.Spieltag
Union 1861 Schönebeck II.  –  SV Einheit Bernburg II. 1:3 (0:2) (Statistik)

Einheit fährt endlich die ersten drei Punkte der Saison ein.
Dieser dritte Spieltag der Salzlandliga hatte für beide Mannschaften bereits eine besondere Brisanz, denn immerhin konnten beide Teams an den zwei vorangegangenen Spieltagen keinen Punktgewinn erzielen und fanden sich auf den letzten Tabellenplätzen wieder.
Entsprechend begann  dieses Spiel bei angenehmen Sommerwetter und sehr guten Platzverhältnissen mit einem vorsichtigen Abtasten. Eine erste Chance ergab sich für Liganeuling Schönebeck nach einem Eckball in der 8.Spielminute, den Saleh Asaad mit einem Schuß aus der Drehung abschloss und es gab erneut Eckball. Jetzt kam Christian Kubos zum Abschluss per Kopfball, wobei Einheittorwart Erik Käding schon mal eingreifen musste.
Einheit versuchte es aus einer Konterstellung zum Erfolg zu kommen. Dabei hatten sie mit Alexander Rettinger und Wais Salehzada Spieler auf den Außenbahnen, die Schnelligkeitsvorteile gegenüber ihren Gegenspielern nachwiesen und in vorderster Front probierte man Matthias Helbig, sonst als letzter Mann zuhause, der Bälle festmachen und verteilen sollte. Zunächst aber stockten die Bernburger Offensivaktionen noch. Es kam selten ein Kombinationsspiel über mehrere Stationen zustande. So wurden die Bälle oft nur lang nach vorn geschlagen, wobei aber oft das Timing fehlte oder die Spitzen blieben mit dem Ball am Fuß in den Beinen ihrer Gegenspieler hängen. Wie diese Art Fußball besser funktioniert zeigte ein lang geschlagener Pass in den Lauf von Rettinger, der jetzt seine Schnelligkeit nutzen konnte und prompt mit links zum Abschluss kam – 0:1. Sollte man jetzt erkannt haben, wie man die Qualitäten seiner Angreifer am besten einsetzt? Ja, was soll man sagen, bereits vier Minuten später konnte Wais auf der rechten Seite durchstarten und den in seinen in den Lauf gespielten Ball von Nils Nietschmann erreichen und abschließen. Auch er ließ seinen Gegner stehen und dem Schönebecker Torwart keine Chance – 0:2. Sollte das nun so weiter gehen? Tatsächlich ging in der 25.Spielminute Helbig Richtung Strafraumgrenze, machte das, was man ausprobieren wollte und legt den Ball an der Strafraumgrenze mit der Hacke auf den mitgelaufenen Nietschmann ab. Völlig frei zog dieser sofort mit links ab, doch diesmal hatte man nicht das Abschlussglück und das Geschoss landete am Pfosten. Ein 0:3 zu diesem Zeitpunkt wäre eventuell des Guten zu viel gewesen, aber eine gewisse Vorentscheidung schon. Bis zur Pause ereigneten sich dann keine nennenswerten Spielszenen mehr, vielmehr spielte sich das Geschehen zischen den Strafräumen bei gleichen Spielanteilen ab.
Unmittelbar nach Wiederanpfiff unternahmen zunächst die Unioner Anstrengungen zur Resultatsverbesserung und die gelang ihnen auch. In der 51.Minute nahm die Einheit einen doch eher unsinnigen Freistoß in Kauf, vom linken Strafraumeck in den Fünfer geschlagen, brauchte der blank stehende Kubos nur noch den Fuß hinhalten, um den Ball über Linie zu drücken – 1:2 und die Unionreserve sah wieder Land. Das Spiel nahm bekam nun hektische Anstriche, Provokationen und Nickligkeiten prägten jetzt eine Phase von ca. 10 Minuten. Das Schiedsrichtergespann, das ganz sicher nicht seinen besten Tag erwischt hatte und schon vorher, bei strittigen Entscheidungen, für einigen Unmut auf beiden Seiten gesorgt hatte, war jetzt auch nicht in der Lage für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Zu erhitzt waren die Gemüter. Man muss aber auch sagen, dass beide Parteien ihnen das Amtieren nicht leicht machten. Jedenfalls das Verteilen von 3 gelben Karten und einer gelbroten in dieser Phase für die Gastgeber, bei einer gelben für die Gäste, wobei die Gastgeber hier rot forderten, konnte die Gemüter nicht beruhigen. Das ständige Fordern von Karten und einer roten durch die Schönebecker Seite zeugen auch von keinem guten Stil.
Irgendwann, um die 60.Spielminute versuchte man auch wieder Fußball zu spielen. Union, jetzt auf 10 Spieler reduziert, bemühte sich weiter um den Ausgleich und hatte einige verheißungsvolle Szenen, zu nennen hier der Kopfball von Asaad. Aber auch die Bernburger waren nun wieder bemüht, konstruktiv nach vorn zu spielen und in der 64. Spielminute passte Marco Schule geschickt durch die Schönebecker Schnittstelle in den Lauf von Rettinger, der jetzt mit dem 1:3 den alten Abstand wieder herstellte. Eine Minute später wäre durch Helbigs Kopfball und gleich hinterher durch Benjamin Kuhns Kopfball nach Ecken fast der Doppelschlag gelungen. Danach waren die Gastgeber wieder am Zug und zwangen nach einem Freistoß (70.) von Karsten Bethke Käding zur Glanzparade. Gleich hinterher setzten sie noch einen Freistoß auf das Quergebälk. Aber Einheit wirkte nun doch etwas homogener und hatte auch mit einem Konter das alles entscheidende 1:4 erzielt, welches auch vom Schiedsrichter korrekterweise gegeben wurde. Doch nach Intervention des Assistenten R. Wondratschek in der Einheithälfte des Spielfeldes nahm Schiedsrichter Dirk Rittweger seine Entscheidung zurück. Was war passiert? Ein Bernburger Konter, mehrere Einheitspieler in abseitsverdächtiger Position – Fahne von Linienrichter M. Stein ist oben, aber bis dahin war keiner dieser Spieler angespielt worden war und als er erkannte, dass der ballführende Spieler allein aufs Tor marschierte, ging seine Fahne sofort wieder runter. Der Spieler vollendete zum vermeintlichen 1:4 und der Schiri gab es eigentlich auch zu Recht.
Naja, ich würde sagen, auch hier muss der Videobeweis her. ;-(
Das Spiel hatte trotzdem noch weitere Spannungsmomente. Nach schönem Doppelpass scheiterte Mario Schwarz am Schönebecker Torwart und auch  Asaad in der 87. forderte den Einheittorwart noch einmal und van Steenkistes Schuss landete nach einem Konter am Pfosten. Im Gegenzug war es noch einmal Helbig, der nach schöner Ballmitnahme mit dem Kopf, den Ball aber übers Schönebecker Gehäuse hob.
Am Ende brachte der Gast aus Bernburg das Ergebnis doch recht clever über die Runden und siegte verdient.


23.08.2019  2.Spieltag
SV Einheit Bernburg – VfB 1921 Neugattersleben 1:2 (1:2) (Statistik)

Schwache Einheitleistung lässt Gäste jubeln
(hla) Nach ihren Auftaktniederlagen begannen beide Teams sehr verhalten, es gab langsamen Fußball nur zwischen den Strafräumen. Doch nach 15 Minuten wurde der VfB sichtbar zielstrebiger, nutzte für seine Angriffe vor allem die rechte Angriffsseite. Diese war bis zur Pause der absolute Schwachpunkt der Platzelf. Beide Gästetore nahmen von dort ihren Ausgangspunkt. Vom Gastgeber kam wenig, die Torgefahr ging fast gen null. Der wohl einzig gute Angriffszug, es wurde einmal zügig nach vorn über den Flügel gespielt, brachte den Ausgleich. Doch der VfB zeigte sich wenig geschockt und spielte aus einer kompakten und stets zweikampfstarken Abwehr flott nach vorn. Belohnte sich so mit der erneuten Führung. Nach der Pause, das Heimteam hatte umgestellt, schien das Match zu kippen. Doch es war nur ein zehnminütiges „Einheit-Strohfeuer“. Zwar hatte die Mannschaft viele Feldanteile und das Match fand zu 70 % in der Gästehälfte statt, doch spielerisch kam nichts. Die Gästeabwehr beherrschte meist die Szene, war auch stets gefordert, weil der Angriff kaum noch Entlastung brachte. Gefahr drohte dem VFB-Tor nur bei einigen Fernschüssen und in Folge von Standards, so war am Ende der Gästedreier keinesfalls unverdient.
Dem Pressebericht der Volksstimme ist nichts hinzuzufügen.


18.08.2019  1.ST Salzlandliga
SV Wolmirsleben – SV Einheit Bernburg 4:2 (0:1) (Statistik)

Schade – durch eigene Fehler bringt sich Einheit um den verdienten Lohn
Die Vorbereitungsphase der Mannschaften ist vorbei und am Wochenende wurde nun endlich der mit einiger Spannung erwartete Start in die Salzlandliga vollzogen.
Der SV Einheit, der sich im Umbruch befindet, musste gleich zum ambitionierten SV Wolmirsleben reisen. Viele Jahre war dieser Verein ein von den Bernburgern gern gesehener Punktelieferant. Das änderte sich in den letzten beiden Jahren grundlegend. Jetzt hatte der SVW meist die Nase vorn.
Aber am vergangenen Sonntag hätte der SV Einheit an vergangene Zeiten anknüpfen können, ja müssen. Denn obwohl man nicht mit dem besten Aufgebot antreten konnte, war die erste Elf doch personell gut bestückt. Immerhin war ein Teil unserer jungen Spieler mit dabei, an die man große Hoffnungen knüpft, mit denen man aber noch am Donnerstag – Schwarz / Westphal (beide krankheitshalber) nicht unbedingt rechnen konnte. Auf alle Fälle zahlte sich das aus.
Gut zuhause, vom verhinderten Trainer Norbert Lehmann eingestellt, und von Co-Trainer Mathias Müller zum Spiel gut gecoacht, begannen die Saalestädter sehr selbstbewusst und gut strukturiert. So ließ man den Gastgebern in der ersten Spielhälfte kaum Möglichkeiten, gefährlich vor das Einheittor zu kommen. Nur einmal war im Bernburger Strafraum Gefahr im Verzug, als dort mal nicht die Zuordnung stimmte, aber gleich drei freie Wolmirsleber mit dem Spielobjekt nichts anzufangen wussten. Notgedrungen versuchten es die Gastgeber mit Distanzschüssen, die aber weitab vom anvisierten Ziel einschlugen.
Anders die Kreisstädter, die immer wieder zu leichten Balleroberungen kamen und dann ging es ganz schnell nach vorn. So lag den Saalestädtern bereits in der 5.Spielminute der Torschrei auf den Lippen. Mario Schwarz hatte sich den Ball geschnappt und marschierte mit Tempo durchs Mittelfeld. Am SVW – Strafraum legt er auf den links mitgelaufenen Nils Nietschmann ab, doch dessen platzierter Abschluss verfehlte das Tor haarscharf. Aber Einheit zeigte schon mal, wie sie die Begegnung angehen wollen und immer wieder angekurbelt von schönen Pässen aus dem Mittelfeld von Tobias Westphal, aber auch durch den athletischen Nils Nietschmann und den agilen Matthias Krug beeindruckten sie die „Grünen“. So kam man immer wieder zu verheißungsvollen Szenen um den Wolmirsleber Strafraum. Nietschmann, Schwarz, Westphal, aber auch Wais kamen in gute Abschlusspositionen, wobei an der Konzentration beim Abschluss gearbeitet werden muss, sonst wäre längst ein Tor möglich gewesen. So dauerte es bis zur 40.Spielminute, als der insgesamt sehr gut leitende Schiri Torsten Meiners, im rechten Halbfeld auf Freistoß für Einheit entschied. Nietschmann zirkelte ihn auf den am langen Pfosten lauernden Defensivroutinier Matthias Helbig, der die Kugel per Kopfball im Winkel zur verdienten 0:1 Führung versenkte. Kurz zuvor hatten die Gastgeber nach Eckball durch Florian Zehner eine Kopfballchance.
Mit diesem Resultat ging es in die Pause. Die zweiten 45 Minuten gingen die Gäste an, wie die erste Hälfte endete – selbstbewusst und mit gutem Zug nach vorn. Das zahlte sich schon frühzeitig aus. In der 48.Spielminute startete Wais zu einem Solo im Strafraum, trennte sich eigentlich schon zu spät vom Ball, brachte diesen aber noch rüber auf die linke Seite zu Krug. Der zögerte nicht lange mit seinem Abschluss und es stand 0:2 – M. Paternoga im Tor war die Sicht durch eigene  Abwehrspieler versperrt und so hatte er keine Abwehrmöglichkeit.
Auch dieses 0:2 war verdient und die Bernburger hatten das Spiel noch im Griff. Doch das Gastgeberteam legte nun in der Zweikampfführung zu und puschte sich vehement. Im Bemühen etwas Ruhe ins Einheitspiel zu bringen unterlief Helbig ein Fehler, den Julien Karasch in der 55.Spielninute zum Anschlusstreffer nutze. Aber noch blieben die Saalestädter dran und versuchten in den nächsten Minuten den alten Abstand wieder herzustellen. Die Chancen dazu waren da. Wais hatte sich im Strafraum (62.) gut durchgesetzt. Doch er scheiterte bei seinem Versuch und sein Nachschuss war zu schwach. Kurz darauf sollte aber doch das 1:3 gelingen. Alexander Rettinger war auf der rechten Seite nicht zu halten – Abschluss ins lange untere Eck – Tor, dachten alle, auch einige Wolmirsleber, die diese Szene auf Ballhöhe erlebten. Nein, das Schiedsrichtergespann entschied leider auf abseits. Dafür gelang den Gastgebern, fast im Gegenzug der Ausgleich zum 2:2 – 65. Wieder war Karsch der Torschütze. Hierbei sah die linke Bernburger  Abwehrseite nicht gut aus. Viel umjubelt, wollten die Wolmirsleber, denen eigentlich vorher schon die Kräfte zu schwinden schienen, mehr und sie bekamen die „zweite Luft“. Mit viel Willen und stimmgewaltig trieben sie sich gegenseitig an und das Spiel nahm so langsam aber sicher seine Wende zu ihren Gunsten. 73.Spielminute – Foul von Schwarz im rechten Mittelfeld. Freistoß hinter die Abwehr gezogen, Torwart Eric Käding ist zwar dazwischen kann aber den Ball nur seitlich nach vorn abwehren, wo David Barbe am Fünfmeterraum goldrichtig stand und nur noch einschieben brauchte. 3:2 – Das Spiel war gedreht.
Jetzt war auch jegliche Ordnung im Bernburger Defensivverhalten abhandengekommen, das Mittelfeld arbeitete schon länger nur noch ungenügend mit zurück und von der Bank, auf der mit Sebastian Kuhn und Ricardo Kupka zwar wichtige, aber angeschlagene Stammspieler saßen, waren auch keine zündenden Ideen mehr zu erwarten. So nahm das Schicksal seinen Lauf. Jetzt wirkten die Bernburger platt und die Gastgeber konnten noch einige gefährliche Angriffe fahren, von den Florian Zehner kurz Schluss noch einen mit dem Treffer zur 4:2 Entscheidung  abschloss.

Fazit: Einheit spielte eine Stunde guten Fußball und hatte solange auch das Spielgeschehen unter Kontrolle. Schade dass ein Fehler ausreicht, dieses gute Spiel derartig kippen zu lassen, dass er eine solche Fehlerkette nach sich zieht und man dieses Spiel noch aus der Hand gibt und am Ende mit nichts dasteht. Die Mannschaft hatte weiß Gott an diesem Tag mehr verdient


Vorbereitung 1.Herren – Sommer 2019

Vorbereitung Sommer 2019

Salzlandliga-Vorbericht 2019-20


Sonntag, 11.08.2019
14:00 Uhr SV Löberitz – SV Einheit Bernburg 1:3 (1:2)


Sonntag, 04.08.2019
14:00 Uhr SV Blau-Weiß Hausneindorf – SV Einheit Bernburg 3:3 (1:0) (Statistik)


Freitag, 26.07.2019
18:30 Uhr FC Hettstedt (KOL) – SV Einheit Bernburg 3:1 (2:1) (Statistik)


Sonntag, 21.07.2019
14:00 Uhr SV Eintracht Blau-Gelb Peißen – SV Einheit Bernburg 0:3 (0:3)


Sonntag, 14.07.2019 – Sparkassen-Cup Ausscheidungsrunde

14:00 Uhr:  SV Einheit Bernburg – 1.FSV Nienburg 2:6 (1:2) (Statistik)
Ausschreibung Sparkassen-Cup 2019     Turnierübersicht       Ansetzungen

Nienburger Favoritensieg gegen stark Paroli bietendes Einheitteam
Ein ansprechendes Fußballspiel lieferten sich der gastgebende Salzlandligist SV Einheit und der Vorjahresdritte der Landesklasse Staffel 2, der 1.FSV Nienburg, im Rahmen der Ausscheidungsrunde um den Sparkassen-Cup. 103 zahlende Zuschauer, übrigens wie sich später herausstellen sollte, die größte Kulisse aller 16 Begegnungen, wohnten diesem spannenden Spiel bei.
Das Nienburger Faforitenteam übernahm schnell die Initiative, musste aber genauso schnell auch feststellen, dass dieses Spiel für sie kein Spaziergang werden würde. Hartnäckig hielt das Einheitteam, das in Zukunft auf den Nachwuchs setzen will und diesen auch erfolgreich einsetzte, gegen und versuchte es mit Konterfußball. Diese Taktak praktizierten die Bernburger erfolgreich und bereits in der 8.Spielminute entschied die sehr gut amtierende Schiedsrichterin Nicole Remus, nach Foul im Strafraum an Wais S., auf Strafstoß. Beim scharf getretenen Elfer  von Ricardo Kupka war Nienburgs Torwart Tobias Held zwar dran, konnte die Gastgeberführung aber nicht verhindern. Das machte den Platzherren natürlich Mut und sie erreichte Ausgeglichenheit, die ca. eine Viertelstunde andauerte. Aber ab der 25.Spielminute nahm der Druck der Gäste wieder zu. Ihnen gelangen nun einige sehenswerte Spielzüge. Bei einem waren  sogar mehrere Doppelpässe nacheinander zu sehen, bis in den Strafraum hinein. Zum Glück der Lehmannelf war der Abschluss in dieser tollen Spielszene aber schwach und es blieb bei ihrer Führung bis in die Schlussphase der ersten Hälfte. Doch das Landesklassenteam drückte nun vehement und der Ausgleichstreffer lag förmlich in der Luft. Eine etwas übermotivierte Abwehraktion von Einheitverteidiger Markus Klaes, der ansonsten ein starkes Spiel machte, führte zum Foul an Stefan Stein und damit zum berechtigten Strafstoß in der 40.Spielminute. Denis Neumeister ließ sich diese Ausgleichschance nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß technisch versiert. Wer nun dachte es geht mit diesem Ergebnis in die Pause, sah sich getäuscht, denn die Nienburger blieben nun dran und wollten noch mehr. Sie nagelten die Gastgeber nun am Strafraum fest und belagerten das Bernburger Tor. Die wiederum sahen sich in dieser Phase nicht in der Lage die Bälle klar zu bereinigen. Folglich fiel sogar noch das 1:2 (44.)  durch Oliver Schmidt.
Nach Wiederanpfiff machten die Gäste gleich weiter, sie hielten das Tempo hoch und wollten nun die Entscheidung. Dabei ließen sie die Einheitabwehr ab und zu etwas pomadig aussehen und genau in dieser Phase erzielte Marcus Hechler das 1:3. War das die Entscheidung? Nein, war es nicht. Einheittrainer Norbert lehmann wechselte nun mit Tobias Westphal und Tim Apel weitere junge Spieler ein. Und siehe da, es wehte nun ein frischer Wind durch die Einheitreihen. Der FSV blieb zwar optisch überlegen, aber die Bernburger Aktionen waren nun doch wieder etwas sicherer und zielorientierter. In der 61.Spielminute gelang Westphal der sogenannte “tödliche” Pass, direkt durch die Schnittstelle der Nienburger Abwehr und der Laufweg seines Mannschaftskameraden Mario Schwarz war perfekt. Dieser hatte dann auch die nötige Ruhe, um den guten Held zu bezwingen – nur noch 2:3. Das Spiel wogte nun auf und ab, aber die Bernburger erarbeiteten sich jetzt mit zunehmender Spielzeit immer mehr Spielanteile und waren in den letzten 20 Minuten gar das bessere Team. So hatten sie auch noch zwei tolle Chancen zum Ausgleich. 85.Spielminute, langer Ball von “El Capitano” Marco Schule auf Wais, der setzt sich durch, aber bei seinem Abschluss hat Held noch die Fingerspitzen dran und kurz darauf musste Held noch einmal die knappe Führung verteidigen. Aber auch der FSV hatte noch einmal die Chance zur entgültigen Entscheidung, brachte es aber auch nicht fertig, den Ball im leeren Tor zum 2:4 unterzubringen.
So blieb es bis zum Schlusspfiff spannend. Am Ende einer auf gutem Niveau absolvierten Begegnung – beide Mannschaften hatten bis dahin erst eine Trainingseinheit absolviert – siegte also der Favorit nicht unverdient, aber die Chance für den Salzlandligisten, sich ins Entscheidungsschießen zu retten, war durchaus vorhanden.


Altkreis – Auswahl Bernburg – 1.FC Lok Leipzig 1:16 (1:11)

 
Regionalligist 1.FC Lok Leipzig mit Kantersieg an der “Töpferwiese”

Nach der Sommerpause wurde gleich mit einem Kracher auf dem Einheit-Sportplatz die Saisoneröffnung des Gastgebers vollzogen. Bereits zum vierten Mal gab Regionalligst 1.FC Lok Leipzig auf dem Einheitplatz seine Visitenkarte ab. Im Rahmen eines Trainingslagers traf er hier auf eine Auswahl des Altkreises Bernburg, bestehend aus Spielern des SV Einheit, vom SV Plötzkau, des VfB Neugattersleben, des 1.FSV Nienburg, des BSC Biendorf u. des TV Askania Bernburg. Betreut wurde die Auswahl von Einheittrainer Norbert Lehmann und vom Coach des VfB 21 Neugattersleben Kai Resch.
Die Leipziger Lokomotive startete im Schnellzug Tempo. Bereits nach einer Viertelstunde hatten sie ein 0:7 herausgeschossen. Durch unnachlässiges Pressing ließen sie dem Auswahlteam kaum Luft zum Atmen und erzwangen  dann mit zügigem Kombinationsspiel, in der Startphase meist über ihre rechte Angriffsseite kommend, die schnelle Torfolge. Der machtlose Tobias Held im Tor der Bernburger Auswahl konnte einem da schon leidtun.
Nach diesem Torregen konnten auch die Gastgeber etwas mitspielen und zeigten einige verheißungsvolle Offensivaktionen. Ein gut getimter Freistoß von Marcel Pusch über die Lokabwehr hinweg,  führte durch den geschickt einlaufenden Alexander Friedrich, der das Zögern des Lokkeepers nutzte, zum Ehrentreffer (18.) der Gastgeber. Das gab etwas Auftrieb und es folgte ein weiterer gefällig vorgetragener Bernburger Angriff, welcher aber in der gefährlichen Zone gestoppt wurde. Der sofort eingeleitete Konterzug bescherte dem Leipziger Traditionsclub den 8.Treffer. Torschütze war Aykut Soyak, der damit einen Hattrick innerhalb der ersten zwanzig Spielminuten schaffte. Da die Lokelf in keiner Phase nachließ, folgten in regelmäßigen Abständen bis zur Pause weitere Treffer bis zum 1:11, wobei sich Djamal Ziane mit vier erzielten Toren zum Rekordschützen dieser freundschaftlichen Begegnung aufschwang.
Da gab es in der Halbzeitpause auf Bernburger Seite sicher einiges zu besprechen. Denn der Favorit war doch in allen Belangen, die diesen Sport ausmachen, Tempo, Taktik, Technik und geistige Frische, jedoch nicht unerwartet überlegen, obwohl das gastgebende Team sich redlich mühte. Denn die 153 zahlenden Zuschauer hätten sich vielleicht doch ein klein wenig mehr Gegenwehr erhofft. Das sollte nun nach dem Seitenwechsel etwas anders werden. Lok brachte 7 neue Akteure ins Spiel und die Bernburger Auswahl 6, wobei beide Mannschaften mit neuen Torhütern aufwarteten. Auf Gastgeberseite stand jetzt der erst 17jährige Einheitspieler Hannes Kreß zwischen den Pfosten.
Doch die zweite Hälfte begann wie die erste. Sofortiges Pressing, Ballgewinn, Pass in die Tiefe und schon stand es 1:12, noch in der 46.Spielminute. Ein Videobeweis hätte in dieser Szene vielleicht ein Abseits erkannt. Der junge Kreß war chancenlos. Aber zwei Minuten später bekam der Torwart, der jetzt immer öfter genannt werden muss, die Gelegenheit sich auszuzeichnen. Ein Kopfball zwang ihn zu einer ersten Parade. Dann die 53.Spielminute, erst eine kleine Unsicherheit von Kreß bei der Spieleröffnung, die sofort wieder eine Torchance für den Regionalligisten brachte. Dabei bügelte der Keeper seinen Fehler gedankenschnell mit einem Fußreflex wieder aus. Doch die Gastgeberabwehr war in diesem Moment etwas unsortiert und so fiel das Tor zum 1:13 (53.) durch Milan Senic, der damit ebenfalls seinen dritten Treffer markierte, trotzdem. Es schien nun so, als würden die Tore wieder regelmäßig im drei Minutentakt fallen. So kam es zunächst auch und dem äußerst agilen und ballsicheren Stephané Mvibudulu gelang zwischen der 56. und 67.Spielminute ein lupenreiner Hattrick.
Die verbleibende Spielzeit lebte dann von weiteren vergebenen Torchancen der Gäste aus Sachsen, die bis zum Schlusspfiff des gut amtierenden Schiedsrichters Maximilian-Peter Müller ihren Kessel unter Dampf hielten, aber auch von einigen ahnsehnlichen Offensivaktionen der gastgebenden Auswahl, die ab und zu mit One-Touch Fußball durchaus ihr vorhandenes Können aufblitzen ließ und in den letzten Spielminuten mit aufopferungsvoller Defensivarbeit kein Tor mehr zuließ. Und vor allem begeisterten noch weitere therausragende Paraden des jungen Einheittorwarts, der zum besten Bernburger avancierte, das Publikum. Er konnte zwar das hohe Endergebnis auch nicht verhindern konnte, aber hielt es noch in erträglichen Grenzen.
Der gastgebende SV Einheit Bernburg bedankt sich auf diesem Weg noch einmal beim 1.FC Lok Leipzig, der nun schon im vierten Jahr in Folge an der “Töpferwiese” gastierte und bei den Auswahlspielern des Altkreises Bernburg, für die sicherlich das Erlebnis gegen einen ambitionierten Viertligisten und DDR-Traditionsverein antreten zu dürfen gegenüber dem Ergebnis überwog .
Dem 1.FC Lok Leipzig wünschen wir viel Erfolg für die anstehende neue Saison, vielleicht mit dem Aufstieg in die 3.Liga und unseren Auswahlspielern natürlich auch mit ihren jeweiligen Vereinen.

Altkreis-Auswahl:
Tobias Held (TW), Oliver Schmidt, Denis Neumeister (beide Nienburg),  Andreas Gärtner, Stefan Schmidt, Christian Sendelbeck (alle Plötzkau), Mathias Helbig, Wais S., Steven Christmann, Alexander Rettinger, Hannes Kreß (TW) (alle Einheit), Christoph Vatthauer (Biendorf), David Schmelzer, Alexander Friedrich, Manuel Meiling (1) (alle Neugattersleben), Marcel Pusch, Kai-Uwe Westphal (beide Askania),

1.FC Lok Leipzig
L. Wenzel, K. Schulze (1), A. Soyak (3), L. Heynke, P. Misch, L. Sindik, D. Ziane (4), R. Hajrulla, M. Senic (3), D. Urban, M. Butzke (1), L. Kycek (TW), R. Zickert, P. Schinke, M. Salewski, S. Mvibudulu (3), P. Pannier, R. Berger, S. Pfeffer (1)

Schiedsrichter: Maximilian-Peter Müller; Assistenten: Sebastian Schulz, Mathias Rommel